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Pferdezucht in der tschechischen Republik

 

Überblick über den tschechischen Pferdebestand:
Der derzeitige weltweite Pferdebestand beträgt ca. 60 Mio. Pferde. Davon sind in Slowenien ca. 15 000, in Ungarn ca. 80 000, in Frankreich ca. 70 000, in Deutschland ca. 1 Mio. und in Tschechien ca. 70 000.
In den ehemals kommunistischen Ländern wurde der Pferdebestand drastisch reduziert mit der Ausnahme in Polen, weil dort die Pferde verstärkt in der Landwirtschaft eingesetzt wurden.

Gestüte und Pferdezuchtzentren in der tschechischen Republik:
Zu den ältesten Gestüten der Welt gehört das Nationalgestüt Kladruby an der Elbe. Es wurde im Jahr 1579 vom Kaiser Rudolf II. gegründet und noch heute werden dort die Altkladruber Schimmel und Rappen gezüchtet.
Im Jahr 1832 hat Oktavian Graf Kinsky sein Gestüt in Chlumec an der Cidlina gegründet. Er züchtete Isabellen und Falben als hervorragende Jagd- und Rennpferde, und diese Zucht hat sich bis heute erhalten.
Im Jahr 1886 gründete A. Baltazzi ein in Mitteleuropa berühmtes Gestüt für die Zucht des Englischen Vollbluts in Napajedla, das auch in der Gegenwart ein wichtiges Zentrum der Vollblutzucht darstellt.
Die Staatshengstdepots befinden sich in Písek (Südböhmen) und Tlumacov (Südmähren).
Die Gestüte und größere Zuchtzentren für das tschechische Warmblut befinden sich in Albertovec bei Opava, Slatinany, Humburky-Meník, Žabovresky bei Benešov, Nebanice bei Cheb, Rosice bei Brno, Heroutice bei Benešov, Osík bei Litomyšl, Borcice bei Trutnov, Osinalice bei Ceská Lípa und vielen weiteren Orten.
Das tschechische Kaltblut wird hauptsächlich in Vítkov bei Opava, Jeníkov bei Horice, Dvorka-Jívka bei Trutnov, Ostretín zwischen Pilsen und Karlsbad gezüchtet. Und in Janova Hora im Riesengebirge werden die Huzulen gezüchtet.

Pferderassen in der Tschechischen Republik:
Die Tschechische Republik ist züchterisch ein sehr interessantes und vielseitiges Pferdeland. Am weitesten ist das tschechische Warmblut, das englische Vollblut und die Kaltblutpferde (Noriker und belgische Pferde) verbreitet. Die berühmtesten Pferderassen Tschechiens sind aber die Altkladruber und Kinsky-Pferde. Sehr typisch sind noch die schlesischen Noriker, mährischen Warmblüter und Huzulen. Und immer mehr beliebt sind die Ponyrassen und Haflinger. In den Letzten Jahren wurden weitere, auch exotische Pferderassen nach Tschechien importiert.
Der Noriker ist ein mittelschweres, kräftiges und ausdauerndes Gebirgskaltblutpferd. Er wurde zum Transport von Salz aus Österreich eingesetzt. Beim Zwischenstopp in Südböhmen kam es oft zur Deckung mit schlesischen Stuten. Daraus resultiert der tschechisch-mährische Bergiker, ein mittelschweres, langrechteckiges und trittsicheres Kaltblutpferd mit kompaktem, gut bemuskelten Körper und kräftigem Fundament. Eine Besonderheit des Norikers liegt in der Vielfalt der vorkommenden Farben, neben den am stärksten vertretenen Rappen, Braunen und Füchsen in unterschiedlichsten Schattierungen sind die Tiger und Plattschecken immer wieder ein Blickfang. Eine Rarität sind die selten aus der Anpaarung von getigerten Pferden stammenden Weißgeborenen.

Kinsky-Pferde:
Das Kinsky-Pferd (auch Equus Kinsky, Chlumetzer und Böhmischer Hunter) ist ein Pferd im Typ eines leichten Warmblutpferdes, das bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in seinem Ursprungsland Böhmen im heutigen Tschechien gezüchtet wurde und dort als vorherrschende Rasse vertreten war.
Die angestrebten Zuchtfarben des Kinsky-Pferdes sind Isabellen und Falben (Buckskin), es kommen aber auch Füchse, Braune und Farben wie Cremello, Perlino und Smoky Cream vor. Alle Farben sind dabei mit einem intensiven Glanz versehen, so dass die Tiere fast golden im Fell erscheinen. Kinsky-Pferde sind mittelgroße, harmonisch gebaute, edle Warmblüter mit hohem Vollblutanteil. Auf dem geschwungenen Hals sitzt ein edler Kopf mit freundlichen Augen. Der Körperbau ist stabil. Die muskulöse Kruppe ist leicht abfallend, der Schweif tief angesetzt. Die Beine zeichnen sich durch starke Gelenke und gute Knochenstärke aus. Die goldfarbenen Pferde haben ein seidig glänzendes, feines und weiches Fell.
Die Entstehungsgeschichte der Kinsky-Pferde ist ganz eng mit der Geschichte der Familie der Grafen Kinsky verknüpft: im Jahr 1838 begründete Oktavian Graf Kinsky in Chlumec die Kinsky-Pferdezucht.
Es wird erzählt das Graf Kinsky die Kinsky-Pferdezucht gründete, weil der Jockey-Club sich weigerte ein isabellfarbenes Fohlen einzutragen, mit der Begründung, diese Farbe habe es bei einem Vollblut noch nie gegeben. Diese Weigerung brachte Graf Kinsky dazu sein eigenes Gestütsbuch zu gründen.
Das Kinsky-Pferd gilt heute, mit weniger als 1000 Exemplaren weltweit, als vom Aussterben bedroht und als eine der seltensten Pferderassen der Welt. Die Zucht wird auf dem tschechischen Stammgestüt Ostrov bei Písek betrieben, weiterhin versuchen auch tschechische Privatzüchter, das Kinsky-Pferd als Rasse zu erhalten und nach den ursprünglichen Merkmalen weiter zu züchten.
Das Land Tschechien hat zwar erkannt, dass die Rasse als Kulturgut erhaltenswert ist und hat der Ausrottung per Verordnung Einhalt geboten, doch gibt es keinerlei Zuschuss oder finanzielle Unterstützung für die Haltung, Erhaltung oder Weiterzucht von Kinsky-Pferden.

Huzule:
Der Huzule ist eine Ponyrasse und stammt aus der „Huzulei“, einem Gebiet in den Ostkarpaten (Transportpferde in den Bergen) nördlich des Flusses Bistritz, wo sich die Nachfahren der Tataren und Kosaken, ebenfalls Huzulen genannt, als Bergbauern niedergelassen haben. Der Huzule ist ein meist falbfarbenes, braunes oder geschecktes Pony mit einem Stockmaß von 125 cm bis 147 cm. Andere Farben sind selten, Schimmel sind für die Zucht nicht zugelassen. Der lange, gerade Kopf mit geradem oder leicht konkavem Profil, starken Ganaschen, kleinen Ohren, lebhaften Augen und großen Nüstern steht auf einem kurzen, kräftigen Hals mit starkem Unterhals, der ihm eine nur mäßige Aufrichtung verleiht. Dem wenig ausgeprägten, breiten Widerrist folgt ein kräftiger Rücken sowie eine kurze, schräg abfallende Kruppe mit niedrig angesetztem Schweif. Er hat eine kräftige, steile und kurze Schulter sowie einen breiten, tiefen und langen Rumpf. Die harten, trockenen Gliedmaßen stehen auf kleinen, sehr harten Hufen. Beim Huzulen sind häufig leichte Säbelbeine und Kuhhessigkeit zu finden, außerdem sind die Sprunggelenke häufig mangelhaft. Durch Veredelung mit Arabern konnten die Mängel teilweise ausgeglichen werden. In den 70-ziger Jahren waren die Huzulen fast ausgestorben.

Tschechisches Warmblut:
Ursprünglich standen die Böhmischen Pferde weitgehend im Warmbluttyp, wobei eine Veredlung über die zahlreichen Gestüte des Adels mit Hilfe Spanischen und Orientalischen Blutes sowie später Vollbluts stattgefunden hatte.
Im Staatsgestüt Kladrub wurde in der Vergangenheit immer auch Warmblut gezüchtet. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 wurde die Herde in alle Richtungen verschleudert. Sie musste Pferden aus Radautz und Mezöhegyes Platz machen. Bei diesen Pferden handelte es sich um ausgesuchtes Zuchtmaterial der altösterreichisch-ungarischen Rassen Furioso-North-Star, Przedswit, und Gidran. Anfang der 20er Jahre wurden in Kladrub vier Oldenburger-Hengste als Verstärker der edlen Halbblüter eingesetzt. Dann folgten ihnen einige Hannoveraner-Blutzufuhr, die auch während der deutschen Besetzung 1939-1944 fortgesetzt wurde.
Nach dem Krieg kam ein dreijähriger Hannoveraner Fuchshengst als Beutepferd vom schlesischen Fohlenhof Friedberg in die Tschechische Republik. Er deckte unter den Namen Jeneral 13 Jahre in der Böhmischen Landeszucht. Wegen seiner hervorragenden Nachzucht holte man ihn 1959 nach Kladrub, wo er als Hauptbeschäler unter dem Namen Alarm noch weitere 9 Jahre in der Zucht wirkte. Leider gelang es nicht, mit ihm einen ihm ebenbürtigen Hauptbeschäler für Kladrub zu züchten. Bis 1992 umfaßte die Warmblutherde in Kladrub 95 Mutterstuten. Hauptbeschäler ist seit 1992 der Holsteiner-Fuchshengst Comero, der vor allem die Springanlagen verbessern sollte. Heute besteht die Warmblutherde aus 12 Stuten, die auf den Oldenburgisch-Hannoversch gezogenen Hengst Merian und den Vollblüter Anno zurückgehen. Das Warmblutpferd ist heute die dominierende Pferdezucht Tschechiens.

Geschichte des Steeple-Chase Rennens in Pardubice:
Die Velká Pardubická oder Steeplechase von Pardubice ist ein traditionelles Pferderennen über 6.900 m, das im ostböhmischen Pardubice stattfindet. Das Hindernisrennen gilt als eines der weltweit härtesten Rennen und wird seit 1874 veranstaltet. Der Parcours ist berüchtigt für die Größe der Hindernisse, nur ein geringer Teil der startenden Pferde erreicht überhaupt das Ziel.
Inspiriert von der seit 1836 ausgetragenen Grand National von Liverpool beschlossen Mitglieder der Parforce-Gesellschaft Pardubitz die Austragung einer Steeplechase in Pardubitz. Die Gründer des Rennens waren Max Graf Ugart, Emil Prinz Fürstenberg und Oktavian Graf Kinsky.
Erster Champion war der Engländer Sayers auf Phantom, er erhielt damals 8.000 Gulden für den Sieg. 1937 gewann Lata Gräfin von Brandis auf der Kinsky-Stute Norma als erste und bisher einzige Frau das Rennen.

Pferde in tschechischen Legenden:
Die ältesten Spuren der Mineraliengewinnung stammen aus der fernen Vergangenheit. Den Sagen nach hatte Fürstin Libussa die Existenz dieser Silbergruben prophezeit, als sie vom Prager Vysehrad (ist einer der bekanntesten frühmittelalterlichen Burgwälle in Böhmen und liegt südlich der Prager Innenstadt unmittelbar am rechten Ufer der Moldau) her Richtung Südwesten blickte. Sie entsandte ein Gefolge in diese Richtung und sagte den Männern, sie sollten graben, und sie würden einen Berg voll Silber finden. Mit den Gruben von Pribram ist auch eine andere Figur der alten böhmischen Sagen verknüpft – der mythische Recke Horymir. Dieser geriet in einen Zank mit den Pribramer Bergleuten. Er warf ihnen vor, ihre Arbeit auf den Feldern zu vernachlässigen und sich stattdessen dem Bergbau zu widmen.
“Die Bergleute haben Horymirs Hof in Neumetely angegriffen, und Horymir ließ ihnen als Vergeltung die Berggruben zuschütten. Der Fürst auf dem Vysehrad hat den Streit entschieden und Horymir zum Tod verurteilt. Den Recken rettete dann eigentlich sein Pferd Semik. Als Erfüllung seines letzten Wunsches durfte Horymir nämlich noch drei Runden durch den Burghof reiten, und beim dritten Mal übersprang Semik die Palisadenwände des Vysehrad. Semik sprang in die Moldau und brachte Horymir in Sicherheit. Der Fürst hat Horymir danach begnadigt. Es handelt sich natürlich nur um Sagen, diese belegen jedoch die Tatsache, dass sich ein Großteil der hiesigen Bevölkerung bereits in jenen Zeiten mit dem Bergbau, mit der Förderung und Verarbeitung von Bodenschätzen, besonders von Silber und Blei, beschäftigte.”

 

 

 


Stand: 1. June 2010

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